Was ist ein Poke im Beachvolleyball?
Der Poke ist eine spezielle Angriffstechnik im Beachvolleyball. Dabei wird der Ball nicht geschlagen und nicht gepritscht, sondern mit den Fingerknöcheln aktiv getippt. Ziel ist es, den Ball kontrolliert über oder am Block vorbei ins gegnerische Feld zu platzieren.
Der Poke gehört zu den sogenannten Shot-Techniken und wird vor allem im Spiel nahe am Netz eingesetzt. Er ist besonders effektiv, wenn der Gegner mit einem hohen oder aggressiven Block rechnet, der Angreifer jedoch stattdessen auf Präzision statt Kraft setzt.
Im modernen Beachvolleyball ist der Poke ein wichtiges Werkzeug, um das Angriffsspiel variabler und schwerer lesbar zu machen.
Wie wird der Poke korrekt ausgeführt?
Für einen sauberen Poke ist Technik entscheidender als Kraft. Die Ausführung erfolgt in mehreren Schritten:
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Positionierung
Der Spieler befindet sich meist nah am Netz, häufig nach einem kurzen Anlauf oder aus einer kontrollierten Annahme-Situation. -
Handstellung
Der Ball wird mit gebeugten / gekrümmten Fingern gespielt. Häufig werden zwei, drei oder alle fünf Finger genutzt. Wichtig ist, dass die Finger fest und stabil sind. -
Kontaktpunkt
Der Ballkontakt erfolgt kurz und aktiv mit den Fingerspitzen. Es darf kein Tragen, Werfen oder Schleifen des Balls entstehen. -
Bewegung
Der Poke ist eine stoßartige Bewegung aus Handgelenk und Fingern. Der Arm unterstützt die Richtung, aber die Kontrolle kommt aus der Hand. -
Platzierung
Ziel ist es, den Ball gezielt in freie Zonen zu spielen – zum Beispiel hinter den Block, in die Mitte des Feldes oder kurz hinter das Netz.
Wichtig: Ein Poke muss immer den Regeln entsprechen. Der Ball darf nicht geführt oder gezogen werden.
Wofür ist die Poke-Technik gut?
Der Poke ist vor allem dann sinnvoll, wenn klassische Angriffe vorhersehbar oder riskant wären. Typische Spielsituationen sind:
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Gegen einen gut positionierten Block
Statt hart anzugreifen, wird der Ball über oder am Block vorbei getippt. -
Bei engem Zuspiel am Netz
Wenn ein voller Schlag technisch schwierig ist, bietet der Poke eine sichere Alternative. -
Zur Überraschung des Gegners
Besonders effektiv ist der Poke, wenn der Gegner einen harten Angriff erwartet. -
Bei wechselndem Tempo
Der Poke hilft, das Spieltempo zu variieren und die Abwehr aus dem Rhythmus zu bringen.
Gerade auf höherem Niveau ist der Poke kein Notbehelf, sondern ein bewusst eingesetztes taktisches Mittel.
Typische Fehler beim Poke
Gerade Anfänger machen beim Poke häufig diese Fehler:
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Zu weiche Finger → Ball wird getragen
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Zu langer Ballkontakt → Regelverstoß
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Unklare Zielzone → Ball landet beim Gegner
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Kein Blickkontakt ins Feld → schlechte Platzierung
Ein sauberer Poke ist technisch anspruchsvoller, als er aussieht.
Tipps, um den Poke zu verbessern
Um den Poke gezielt zu trainieren, helfen folgende Übungen und Hinweise:
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Fingerkraft trainieren
Ballkontroll- und Tippübungen verbessern die Stabilität der Finger. -
Platzierungsübungen
Zielzonen ins Feld legen und bewusst anspielen. -
Timing schulen
Der Poke funktioniert am besten im höchsten Punkt oder kurz davor. -
Entscheidungen früh treffen
Wer zu spät entscheidet, verliert Kontrolle. -
Spiel lesen lernen
Block- und Abwehrposition vor dem Angriff scannen.
Mit regelmäßigem Training wird der Poke zu einer verlässlichen Option im Angriffsspiel.
Warum der Poke im Beachvolleyball so wichtig ist
Der Poke ist eine unverzichtbare Technik im modernen Beachvolleyball. Er ermöglicht es Spielern, ihr Angriffsspiel vielseitiger zu gestalten, auf Blocksituationen zu reagieren und Gegner gezielt zu überraschen.
Wer den Poke beherrscht, erweitert sein spielerisches Repertoire deutlich und wird schwerer auszurechnen. Gerade im Zusammenspiel mit Shots und harten Angriffen ist der Poke ein effektives Werkzeug, um Punkte clever statt kraftvoll zu machen.
Für ambitionierte Beachvolleyballer gehört der Poke deshalb unbedingt ins Technik-Arsenal.



